Die wichtigste Voraussetzung für die frühzeitige Erkennung von Hautveränderungen ist eine regelmäßige Hautkrebsvorsorge. In unserer Hautarztpraxis in Konstanz nehmen wir diese Vorsorge sehr ernst und führen das Hautscreening mit großer Sorgfalt und ausreichend Zeit durch.
Im Rahmen eines idealerweise jährlichen Hautscreenings untersuchen wir Ihre gesamte Haut mithilfe der Auflichtmikroskopie. Dabei beurteilen wir sowohl den hellen Hautkrebs (z. B. Basaliom, Plattenepithelkarzinom) als auch den schwarzen Hautkrebs (Melanom und seine Unterformen). Die Untersuchung erfolgt als gründliche Ganzkörperkontrolle und wird durch eine ausführliche persönliche Beratung ergänzt.
Auffällige Muttermale oder Pigmentveränderungen dokumentieren wir digital mittels Fotodokumentation. Diese Methode erlaubt eine besonders zuverlässige Verlaufskontrolle bei Folgeuntersuchungen und hilft dabei, Eingriffe gezielt zu planen. Ergänzend kommt ein KI-basiertes Analysesystem zum Einsatz, das zusätzliche Informationen aus tieferen Hautschichten liefert und die diagnostische Sicherheit weiter erhöht.
Ergibt sich im Rahmen der Vorsorge ein konkreter Verdacht auf Hautkrebs, entnehmen wir unter örtlicher Betäubung eine kleine Gewebeprobe (Biopsie). Diese wird zur weiteren Abklärung feingeweblich untersucht. Über die Ergebnisse informieren wir Sie und besprechen gemeinsam das weitere Vorgehen.
Beobachten Sie Ihre Haut regelmäßig und stellen Sie sich bitte zeitnah vor, wenn neue oder veränderte Muttermale auftreten. Gerade bei Risikopatient:innen hat sich die computerunterstützte Fotodokumentation mit Pigmentanalyse als besonders zuverlässiges Kontrollinstrument bewährt.
- Asymmetrie — die beiden Hälften des Leberflecks unterscheiden sich
- Begrenzung — unregelmäßige, unscharfe oder ausgefranste Ränder
- Color — ungleichmäßige Färbung oder mehrere Farben
- Durchmesser — größer als ca. 6 mm
- Entwicklung — Veränderung von Größe, Form oder Farbe
- Ugly-Duckling-Zeichen — sieht deutlich anders aus als alle anderen Muttermale
Häufige Fragen
Was passiert bei einer dermatochirurgischen Operation?
Ein besonderer Schwerpunkt unserer Praxis liegt in der Dermatoonkologie und Dermatochirurgie. Die Auflichtmikroskopie – auch als computerunterstütztes Verfahren – ist dabei eine wichtige Zusatzmethode zur Früherkennung des Melanoms.
Operative Eingriffe, insbesondere im Gesichtsbereich, führen wir mit plastisch-chirurgischen Techniken durch. Bei jedem noch so geringen Verdacht auf eine bösartige Veränderung wird das entfernte Gewebe feingeweblich in einem spezialisierten Labor untersucht. Die Ergebnisse besprechen wir anschließend ausführlich und legen gemeinsam mit Ihnen das weitere Vorgehen fest.
Wie funktioniert die Photodynamische Therapie (PDT)?

Bei hellen Hautkrebsvorstufen, insbesondere bei aktinischen Keratosen, kann die Photodynamische Therapie (PDT) eine sehr effektive Behandlungsoption sein – vor allem bei flächigem oder wiederkehrendem Befall.
Nach Vorbereitung der betroffenen Hautareale wird ein lichtsensibilisierendes Gel aufgetragen, das unter einer Lichtschutzfolie ca. 3 Stunden einwirkt. Im Anschluss wird das Hautareal mit einem speziellen medizinischen Lampensystem 16 Minuten belichtet, wodurch es zu einer photochemischen Reaktion kommt, die zur Zerstörung der veränderten Zellen führt.
In unserer Praxis setzen wir ein modernes Gelblicht-System ein, das eine vergleichsweise schmerzarme Behandlung ermöglicht und zusätzlich zu einer sichtbaren Hautregeneration führt.
Was ist eine Chemochirurgische Therapie?
Die chemochirurgische Therapie wird punktuell bei einzelnen Läsionen angewendet und kommt insbesondere bei frühen oder oberflächlichen Hautkrebsvorstufen (z. B. aktinische Keratosen) zum Einsatz. Nach Abtragung der veränderten Haut wird eine spezielle Substanz aufgetragen, die eine kontrollierte Abschuppung der krankhaften Zellen bewirkt. Die gesunde Haut regeneriert sich im Heilungsverlauf neu.
Auch bei atrophisch eingesunkenen Aknenarben kann dieses Verfahren zur Verbesserung des Hautbildes eingesetzt werden.